Erlebnisbericht "Fliegenfischen auf Rapfen im Frühjahr 2016"
Wenn man Berichte über das Fliegenfischen auf Rapfen liest, so werden zumeist relativ große Fliegen (insbesondere Popperfliegen) - und diese in sehr schneller Führung - als besonders erfolgreich in Szene gesetzt. Tatsächlich erlebte ich in den letzten Jahren so manch Situation beim Fliegenfischen auf Rapfen, in denen mittelgroße und große Rapfen-Fliegen selbst von wild raubenden Rapfen vollständig ignoriert wurden.  Auch in diesem Frühjahr konnte ich wieder einige kleinere bis mittlere Rapfen mit eher kleineren Fliegen erfolgreich überlisten. Ein Blick ins Maul zeigte mir - in diesem Fall waren es Rapfen aus der unteren Elbe - dass die Rapfen allesamt Plattfischbrut (aus diesem Jahr und Fingernagel-groß) gefressen hatten. Mein Ziel für dieses Jahr war es, den größeren Elb-Rapfen auf die Schliche zu kommen. Nachdem ich die Plattfischbrut als derzeitige Hauptnahrung erkannte, lag es nah, direkt unterhalb und oberhalb der Plattfisch-Laichplätze (sandige, schlammige und flache Bänke) zu befischen. Es galt, den Wasserstand im Gezeitenbereich so abzupassen, dass möglichst viel Plattfischbrut entlang der Abbruchkante mitgerissen wurde. Meine Fliegenwahl fiel auf kleine Muster, die ich sehr langsam geführt mit der Strömung im Mittelwasser (bei 30-100cm Tiefe) abdriften ließ. Der Fangerfolg stellte sich unmittelbar ein. Hingegen die oft propagierte extrem schnelle Führung brachte diesmal keinen einzigen Anbiss! Langsame Führung und Fingernagel-große Muster brachten den gewünschten Erfolg. Diesmal waren auch die größeren Rapfen interessiert. Ich bleibe weiter dran - am Rapfen - und werde wieder berichten.
Herzlich Euer
Bernd Ziesche

























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