Erlebnisbericht "Fliegenfischen auf Karpfen im Spätsommer 2016"
An dieser Stelle bedanke ich mich sehr herzlich für das umfangreiche Feedback zu meinen Berichten über das Fliegenfischen auf Karpfen! Toll, dass ich soviel Interesse provozieren konnte. Vielfach wurde ich nach dem Fliegenfischen auf Karpfen, die sich nicht direkt an der Oberfläche präsentieren, gefragt. Hierfür sollte man sein Gewässer gut studieren. Nachdem ich die letzten 2 Jahre eine Reihe Karpfen-Gewässer (und deren Karpfen) intensiv studierte, kann ich einen für viele (nicht alle) Gewässer typischen Kreislauf festhalten: Tagsüber bildet die Sonne die Grundlage für viele Pflanzen Sauerstoff zu produzieren. Dadurch steigt der Sauerstoffgehalt tagsüber an. Nachts wird deutlich weniger Sauerstoff produziert und mehr verbraucht. Zum Sauerstofftief kommt es zumeist früh morgens. Deshalb zeigen sich genau zu dieser frühen (spätsommerlichen) Zeit viele Karpfen oft direkt an der Oberfläche. Keine schlechte Zeit für uns Fliegenfischer! Zurück aber in eine etwas spätere Tageszeit, zu der sich viele Karpfen wieder dem Fressen in Grundnähe widmen. Hier gilt es das Blasen-Bild der gründelnden Karpfen lesen zu lernen. Ich konnte nach reichlich Beobachten in meinem Hausgewässer die Graskarpfen, Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen und Brassen anhand ihres jeweilgen Blasenmusters unterscheiden. Eine erste Strategie - mit der ich oft sehr erfolgreich war: Schuppenkarpfen = sehr kleine Nymphen mit wenig Bewegung unterm Bissanzeiger präsentiert und Spiegelkarpfen = größere Fliegen mit durchaus solider Bewegung präsentiert. Ein besonderes Schmankerl war hier oft die gerade absinkende Fliege! Laßt Eure Fliege doch auch einmal zum Karpfen sinken!?
Herzlich Euer
Bernd Ziesche





















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